Dominique Gartmann

über Kunstpädagogik

 

 

 

BRASILIEN / DEUTSCHLAND

 

jeder mensch ist kreativ und das schöpferische ist eine quelle aus der man ein leben lang kraft gewinnen kann.

und da eben jedem menschen diese kreativität innewohnt, muss sie entdeckt und gefördert, und im kind nicht nur inspiration geweckt, sondern ihm auch bewusst gemacht werden, wie es inspiration jederzeit und überall finden kann.

als kind einer künstlerfamilie hatte ich das glück, von meinem vater an alle techniken und mittel heran geführt, nie kritisiert und immer ermutigt worden zu sein. so konnte ich meinen inneren schatz finden, und ihn bis heute pflegen und weiter vergrößern.

und es ist vor allem diese begeisterung für kreatives schaffen die ich weitergeben möchte!

denn auch in den schwersten lebenskrisen hat mich die kreative arbeit getragen und mir geholfen, meinen gefühlen ausdruck zu verleihen, und mich selbst dabei ein stück weit zu heilen.

seit 1990 arbeite ich kunstpädagogisch mit kindern, in münchen im haus der kunst, an verschiedenen schulen, kindergärten und privat, und seit einigen jahren auch in brasilien. hier wie dort mit gesunden und behinderten kindern, mit kindern, die unter schwierigen umständen leben, durch gewalt traumatisiert sind, oder andere probleme haben.

ich nehme sie in ihrer ganzen persönlichkeit wahr, und unterstütze sie respekt-und liebevoll.

 

brasilien

oft habe ich darüber nachgedacht, was es ist, dass sich die kinder öffnen, und beim malen ihre innere schönheit sichtbar werden lassen.

vielleicht gibt es menschen, die nur die schwierigkeiten, die die kinder haben, und dadurch machen, sehen. ich will nichts verniedlichen, ich kenne ihre geschichten, und ich sehe wohl die realitäten, aber ich sehe vor allem die schönheit, die diese kinder haben, und die sie fähig sind, auch auszudrücken und zu leben.

die liebe und hingabe, die ich für die kinder empfinde, können sie in dem moment auch sehen und spüren, und so entstehen diese kunstwerke, ihre inneren bilder, ohne angst vor einem urteil oder missachtung. und je öfter sie in diesem raum weilen, in der konzentration, der kreativität, ihrem eigenen schöpferischen prozess, desto mehr kann in ihnen der glauben an die eigenen fähigkeiten, und an ihre liebenswürdgkeit wachsen.

in diesem raum, wo man ganz mit sich selbst ist, kann ein mensch heilung erfahren. er lässt sich auf sich selber ein, gibt sich dem impuls hin, der aus ihm kommt, konzentriert sich auf sein handwerkliches tun.

ich war immer wieder erstaunt und glücklich darüber, wie sich diese so lebhaften kinder oft stundenlang konzentriert in ihr schaffen vertieften. und wie schön die bilder sind, wie sie immer wieder neue techniken annehmen und ausprobieren, sich gegenseitig inspirieren und wie viele geschichten in den bildern stecken.

wir arbeiten mit tempera und wasserfarben, buntstiften und wachsmalkreiden, größtenteils auf großformatiges papier.

ich begleite die kinder in ihrem schöpferischen prozess, stelle ihnen techniken und materialien und den umgang damit vor, ermutige sie, aus sich herauszugehen, und dem impuls den vortritt vor der perfektion zu geben. das bildnerische gestalten soll sich am prozess und nicht am ergebnis orientieren, denn im tun selbst liegt die möglichkeit zur heilung.

so nutze ich auch das spontane malen.

 

spontanes malen und „messpainting“

mag manchmal wild aussehen und anmuten, ist aber gelenkt eine wunderbare möglichkeit, gefühlen ausdruck zu verleihen und energien zu befreien. kein vorzeichnen, kein planen, sondern spontanes, impulsives schöpfen aus dem vollen: flüssige farben, große pinsel oder malen mit den händen, großes papierformat. dabei nimmt oft beim malen eine unterbewußte stimmung gestalt an.

in diesen prozess greife ich nicht ein, sondern lasse entstehen, nach was den kindern zumute ist.

das sogenannte messpainting, kleckern schmieren, tropfen, vermischen der farben auf dem malgrund ermöglicht eine haptische erfahrung der farbe als material und als energie.

 

„bodypainting“

da ich gerne mit dem mitgehe, was sich beim malen der kinder von innen nach aussen verlagert und zeigt, habe ich sie nicht gebremst, als sie anfingen, sich selbst zu bemalen. in der körperbemalung liegt eine ganz archaische kraft, sich mittels einer auf die haut gemalten identität mit neuer energie zu verbinden. hierin liegt eine form der selbstdarstellung, wie auch die haptische erfahrung: das malen auf der haut, die berührung des pinsels auf der haut, ist wohltuende berührung ohne „gefahr“, nicht sexueller natur. ich halte das für wichtig bei kindern, die wenig oder keine wohlwollende, liebevolle berührung z. b. in der familie erfahren haben. die kinder schlüpfen in andere rollen, und spielen diese rolle.

 

objekte

mit holzresten aus der schreinerei, pappe und vielem natur-material, das wir in der natur gefunden haben, haben wir objekte gebaut. dabei wurde eine heißklebepistole verwendet, holzleim und nägel. alle materialien können so miteinander kombiniert werden. hierbei entfaltete sich ein ganz praktischer anteil des schaffens, die herstellung von gegenständen, die im alltag eine funktion haben, wie zum beispiel bilderrahmen, oder eine riesige bühne, mit der man dann später spielen kann. es entstanden aber auch skulpturen, aus freude am zusammensetzen des materials und der ständigen erweiterung des objekts. die ergebnisse wurden oft auch noch bemalt, wie städte, kirchen, garagen, bilderrahmen und schiffe.

viele dieser objekte wurden von kleinen gruppen gebaut, teamarbeit, was sehr harmonisch verlief. die arbeit verlief konstruktiv und in einvernehmen.

 

modellieren mit ton

ton ist meines erachtens eines der wunderbarsten medien, um einer inneren schöpfungskraft ausdruck zu verleihen. glitschiger, weicher ton wird gerne berührt, man kann ihn mit ganzer kraft formen, oder filigrane figuren erschaffen. dem gestalten geht ein prozess des kennenlernens des materials voraus, eine haptische erfahrung, ganz körperlich, bis dann der wunsch zur form umgesetzt wird. mir scheint, wie wenn bei einigen kindern die umsetzung einer idee ins dreidimensionale auf magische weise großartig funktioniert. so ist manchmal ein kind, das schwierigkeiten beim darstellen einer realen form auf einem zweidimensionalen malgrund hat, in der lage, diese form eindeutig zu modellieren.

 

linoldruck

um eine linolplatte zu bearbeiten, muss man mit verschiedenen, löffelartigen messern arbeiten, was kraft und geschicklichkeit erfordert. keines der kinder hat sich dabei verletzt, und das vertrauen, sie mit messern arbeiten zu lassen, hat sie verantwortlich damit umgehen gelassen.

es entstanden viele naturale motive, die in verschiedenen farben gedruckt wurden.

 

naturale meditation

wir sind teil dieses universums, und das gefühl, dass wir das sind, eröffnet sich, wie ich finde, ganz wunderbar unter dem sternenhimmel.

wir haben viele sternennächte auf dem wassertank im sitio verbracht, und in den himmel meditiert. bald nach den ersten malen dort oben, brachten einige der kinder ihr gesamtes bettzeug mit, um ganz gemütlich zu liegen und zu schauen.

es entstanden dort oben viele gespräche, viele fragen, einige antworten, und stille in uns allen, und wir haben uns verbunden mit dieser strahlenden großartigkeit über uns.

so entstanden viele „universums-bilder“.

 

deutschland

auch hier liegt der schwerpunkt meiner arbeit in der kreativitätsförderung.

im haus der kunst lassen wir uns von den gegebene ausstellungen inspirieren und setzen das gesehene mit den techniken und materialien der ausgestellten kunstwerke in eigene arbeiten um.

bei der arbeit in schulen, regelschulen wie förderschulen, wie in privaten gruppen, gehe ich auf die gegebenheiten ein, das alter, die dynamik der gruppe, wie auf die persönlichen umstande und eigenschaften der kinder.

mein wunsch ist, über die schöpferische arbeit, die sich nicht am ergebnis, sondern am kreativen prozess orientiert, jedem kind einen raum zu eröffnen, in dem es in kontakt mit sich selbst tritt, und das gefühl zu vermitteln, dass es in seinem ganzen sein angenommen und wertvoll ist.

 

 

Arte Pedagógica

BRASIL / ALEMANHA

 

toda pessoa é criativa e a força criativa é uma fonte que podemos explorar ao longo de toda a vida.

esta criatividade que está dentro de toda pessoa precisa ser descoberta e incentivada. especialmente nas crianças é necessário não somente despertar a inspiração como também conscientizá-las sobre como a inspiração pode ser encontrada em todos os momentos e lugares.

por ter nascido numa família de artistas tive a sorte como criança de ser constantemente incentivada por meu pai à explorar todas as técnicas e meios criativos sem ser críticada, mas sim encorajada. desta forma pude encontrar meu tesouro interior e expandí-lo.

e é esse entusiasmo pelo desenvolvimento criativo que eu quero de transmitir com meu trabalho.

pois, na minha mais intensa crise de vida, foi o trabalho criativo que me ofereceu suporte e me ajudou a expressar meus sentimentos para poder curar-me.  

desde 1990 trabalho como arte-educadora em projetos com criançase adolescentes.

em munique (alemanha) lecionando regularmente no renomado museu “haus der kunst” („casa das artes”), oferecendo workshops em diversas escolas e jardins de infancia e dando aulas particulares, no brasil desde alguns anos na região nordeste. em ambos países trabalho tanto com participantes saudáveis, como também com crianças deficientes e alunos com uma situação de vida difícil, traumatizados por situaçoes de violencia ou outros problemas.

ao trabalhar com eles foco minha percepção na personalidade do aluno como um todo apoiando-os e respeitando-os de forma afetuosa.

 

brasil

várias vezes refleti sobre aquilo que permite as crianças abrirem-se e através da pintura exporem sua beleza interior.

existem pessoas que talvez só enxerguem nas crianças as dificuldades que tem e que trazem ao trabalho. nao quero simplificar nem subestimar a importancia de nada, pois conheco a realidade dessas crianças. porém, acima de tudo, considero a beleza que elas trazem em si e que são capazes de articular e de vivenciar.

durante o trabalho as crianças percebem o amor e a dedicação que ofereçoe assim, sem medo de julgamento ou de desprezo surgem como reflexo de si próprias estas obras de arte. quanto mais tempo elas permacem neste espaço, neste processo de concentração e de criatividade, mais elas desenvolvem a própria confiança na propria capacidade e na propria gentileza.

neste espaço onde o ser está consigo mesmo ele pode vivenciar a cura. ocupando-se de si mesmo ele é dirigido pelo próprio impulso criativo e concentra-se assim na própria atividade artesanal.  

várias vezes me surpreendi e me alegrei ao observar como essas crianças   extremamente ativas conseguem ficar horas profundamente concentradas no processo criativo. e como os quadros ficam bonitos, como os participantes experimentam novas técnicas e trocam inspiraçoes e quantas histórias essas obras contém.

nós trabalhamos com „tempera“ e aquarela, canetas coloridas e giz de cera geralmente em papel de formato grande.

eu acompanho as crianças no processo de criação, lhes ofereço técnicas, materiais e ensino a usá-los. as encorajo a ir além de si mesmas e dar ao impulso o primeiro passo além da perfeição. a composição dos quadros é orientada no processo e nao no resultado, pois o próprio ato de fazer traz possibilidade da cura.

 

por isto uso também a pintura expontanea e a „messpainting“.

pode parecer as vezes “selvagem”, mas é uma forma maravilhosa de expressar sentimentos e liberar energias. não fazer esbocos ou planejar, mas de forma espontanea e impulsiva aproveitar o máximo os recursos: tintas líquidas, pincéis e brochas, pintura a dedo em papéis de grande formato. muitas vezes durante a pintura algo inconciente se manifesta.

durante este processo eu não influencio, mas deixo fluir a criatividade de acordo com a vontade da criança.

a técnica conhecida com „messpainting“: sujar, borrar, pingar, misturar as tintas na superfície, torna possível experienciar a tinta sensorialmente como material e como energia.

 

 „bodypainting“

por acompanhar as crianças aoexpressarem seus sentimentos transportando-os do interior para o exterior, nao as interrompi quando comecaram a pintar a si próprios. na pintura do corpo existe uma força arcaica de unir a identidade estampada na pele com uma nova energia. essa é uma forma de auto-representaçao e de percepçao sensorial: o contato da pele com a pintura e o pincel é uma maneira agradável para as crianças de vivenciarem uma experiencia desprovida de perigo, por não ser de natureza sexual. considero isso importante especialmente para crianças que vivenciaram pouco contato corporal ou contato corporal desagrádavel e desrespeito por exemplo no ambiente familiar.

as crianças assumem um outro papel e interpretam este papel.

 

objetos

construímos objetos com restos de madeira da marcenaria, papelão e outros materiais naturais que achamos nos arredores. nessa construçao utilizamos uma „pistola de cola quente“, restos de madeira e pregos. todos os materiais podem ser combinados entre si. aqui desenvolve-se uma parte prática da criação: a construção de objetos que no cotidianao tem uma função determinada, como por exemplo molduras de quadros ou um palco enorme no qual depois se pode brincar. assim surgem escullturas e outros objetos de arte por puro prazer de unir materiais entre si e expandir a função e a forma destes objetos. estes resultados, em muitos casos sao posteriormente pintados, como paisagens, imagens de igrejas, garagens, barcos e molduras de retrato.

muitos desses objetos foram desenvolvidos por grupos pequenos de crianças. o trabalho ocorreu de forma harmoniosa e construtiva, estabelecendo um consenso entre os participantes.

 

modelar com barro

o barro, na minha opinião é um material maravilhoso como meio de transportar a forçacriativa. por ser escorregadio e mole ele é manuseado com prazer, podendo ser trabalhado com moviementos ágies ou com sutilidade criando figurasdelicadas. antes mesmo do processo de criação iniciar-se trava-se contato com o material numa experiencia sensorial e corporal até que se alcance a forma desejada.          

me parece que para algumas crianças, realizar suas idéias em tres dimensoes funciona como magia. algumascrianças por exemplo embora tenham dificuldade em esbocar uma forma real em duas dimensoes (sobre papel ou tela) conseguem expressar esta forma claramente ao modelá-la.

 

impressao de linóleo

para trabalhar sobre uma mesa de linóleo sao necessárias diversas facas em forma de colher que exigem forca e habilidade. nenhuma da crianças se machucaram e a confiança depositada ao permitir-lhes trabalhar com estas ferramentas fez agir com que agissem de forma responsável ao manuseá-las.

surgiram assim muitos motivos naturais impressos em cores diversas.

 

meditação natural

nós somos parte deste universo e a sensação de se-lo se mostra, na minha opinião, maravilhosamente quando nos encontramos sob um céu de estrelas.

passamos muitas noites estreladas meditando sob o céu, sobre a caixa d`água do sítio. logo depois das primeiras vezes lá em cima, algumas crianças trouxeram toda sua roupa de cama para deitarem-se confortavelmente e poderem observar.  

lá em cima surgiram muitas conversas e questoes, algumas respostas e também silencio dentro de nos, e temos nos unidos com a grandeza estrelada sobre nos.

assim surgiram diversas „imagens do universo“

 

alemanha

aqui também está o foco do meu trabalho de incentivo à criatividade.

no museu “haus der kunst” nos inspiramos com as exposiçoes atuais e utilizamos as mesmas técnicas e materiais das exposiçoes visitadas.

tanto no trabalho com escolas comuns, instituiçoes para crianças com dificuldades de aprendizado ou grupos particulares, trabalho de forma situativa considerando a idade, a dinamica do grupo em questao, bem como a situação pessoal e capacidade individual das crianças.

através do trabalho criativo orientado no processo criativo e nao no resultado quero abrir um espaço para que todas as crianças entrem em contato consigo mesmas sentindo-se aceitas e valorizadas.